AKTIONEN - Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2007
Caritas und Wirtschaftsministerium würdigen soziales unternehmerisches Engagement erstmals durch gemeinsamen Preis - Idee des Preises wird ausgezeichnet von der bundesweiten Initiative "Deutschland - Land der Ideen"

Liste der Preisträger

 

Stuttgart, 15. Mai 2007

Dreizehn mittelständische Unternehmen wurden heute in Stuttgart mit dem "Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg" ausgezeichnet. Unter dem Namen "Lea - Leistung - Engagement - Anerkennung" würdigt der von der Caritas in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium erstmals verliehene Preis das freiwillige soziale Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen und "rückt es ins Licht der Öffentlichkeit", wie Caritasdirektor Monsignore Tripp bei der festlichen Preisverleihung vor 400 Gästen im Haus der Wirtschaft erläuterte. Gerade der Mittelstand sei seit Jahren mit seinem sozialen Engagement "ein Schlüsselfaktor für den sozialen Zusammenhalt der örtlichen und regionalen Gemeinschaften" betonte Wirtschaftsminister Ernst Pfister MdL, der zusammen mit dem Rottenburger Bischof Dr. Gebhard Fürst die Schirmherrschaft für das bundesweit bislang einmalige Vorhaben übernommen hat. Dennoch habe die Resonanz auf die erstmalige Ausschreibung des Preises Veranstalter und Schirmherren positiv "überrascht". Es sei, so Bischof Gebhard Fürst, gerade für unseren Mittelstand eher "typisch", dass solches Engagement "nicht unbedingt an die große Glocke gehängt" werde. Aber hier liege auch ein Problem; denn schließlich könne auch nur das, "was bekannt ist, Kreise ziehen, andere anstecken und inspirieren, ihre Möglichkeiten zu entdecken, um diese Gesellschaft mitzugestalten."

Wirtschaftsminister Pfister zeigte sich in seiner Laudatio beeindruckt von der "außerordentlichen Vielfalt" bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen, das die elfköpfige, prominent besetzte Jury "vor die Qual der Wahl" gestellt habe, aus 25 Nominierten am Ende die 13 "Preisträger 2007" in den Themenbereichen "Arbeit und Bildung, "Integration", Kultur und Sport" und "Familie" auszuwählen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle mit einem Wohlfahrtsverband, einer sozialen Organisation, Initiative oder Einrichtung ein soziales Projekt realisiert haben. Da ist ein Omnibusunternehmen in Oberschwaben, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, Schüler nicht nur zu be-, sondern auch zu fördern. Darum setzt es seit Jahren Preise und Fördergelder aus, um Schüler auszuzeichnen, die sich beispielsweise in der Schülernachhilfe oder in der Betreuung älterer und behinderter Menschen für ein soziales Miteinander einsetzen. Oder ein technischer Betrieb, der Schülerinnen und Schülern einer Schule für geistig behinderte Menschen Möglichkeiten der Unterstützung anbietet, um sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Da ist eine Familienbäckerei im Enzkreis, die sich immer wieder etwas Neues einfallen lässt, um für ihre Kooperation mit einem Kinderzentrum Geld locker zu machen. Oder eine badische Markenagentur, die seit 15 Jahren jedes Jahr einem anderen Projekt ihr Know-how zur Verfügung stellt. Eine große Kommunikationskampagne für ein Freiburger Kinderheim ist so entstanden oder der Relaunch des Internetauftritts der Freiburger Stammzellendatei. Wie Wirtschaftsminister Pfister weiter ausführte, sei "das bürgerschaftliche Engagement der kleinen und mittleren Unternehmen geradezu ein Markenzeichen des Mittelstandes in Baden-Württemberg. Dies habe die erstmalige Ausschreibung des Mittelstandspreises für soziale Verantwortung eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

Als "unverzichtbar" bezeichnete Caritasdirektor Wolfgang Tripp solche "Bereitschaft von Unternehmen, Zeit, Wissen, Arbeitsleistung und Kapital in soziale Aufgaben zu investieren." Angesichts immer knapper werdender öffentlicher Mittel würden "neue Formen der Solidarität immer wichtiger", sei man als Wohlfahrtsverband auf "Mitgestalter des Sozialen" angewiesen. Veranstalter und Schirmherren hoffen darum, dass gerade das Beispiel der ersten Preisträger der Lea für viele andere Unternehmen "anregend, anstiftend und mobilisierend wirkt". Im November dieses Jahres soll der "Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg" zum zweiten Mal ausgeschrieben werden.

Preisträger bei der bundesweiten Initiative "Deutschland - Land der Ideen"

Der festliche Abend der Verleihung des Mittelstandspreises für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg hatte neben den für ihr soziales Engagement ausgezeichneten Unternehmen einen weiteren Preisträger: Das Institut für Social Marketing der Diözese Rottenburg-Stuttgart, das die wissenschaftliche Begleitung des Mittelstandspreises übernommen hatte, wurde mit seinem Konzept für diesen innovativen Preis selbst zum Preisträger. Die Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" hat gemeinsam mit ihrem Projektpartner Deutsche Bank das Institut als einen von 365 ausgewählten Orten im Land der Ideen gekürt. Nicht nur, dass der Geschäftsführer des Instituts, Steffen Heil, am Abend die Auszeichnung von Thomas Eckardt, Deutsche Bank, entgegen nehmen konnte; das Haus der Wirtschaft in Stuttgart selbst war für den Tag der Preisverleihung offiziell "innovativer Ort des Tages".

"Deutschland - Land der Ideen" ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Ihr Ziel ist es, ein positives Deutschlandbild im In- und Ausland zu vermitteln und darüber hinaus die Stärken des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu betonen. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler.

Gleichlautende Pressemitteilung wird heute auch vom Wirtschaftsministerium herausgegeben.